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Gesunde Ernährung
Das Wildbret gehört wegen seines relativ geringen
Fettanteiles neben dem Fischfleisch zu den eiweißreichsten Fleischarten. Es
übertrifft auch den Proteingehalt des Fleisches unserer Schlachttiere
(landwirtschaftliche Nutztiere). Dieses Eiweiß ist darüber hinaus auch von
überdurchschnittlicher biologischer Wertigkeit, das heißt, es hat einen
hohen Verwertungsgrad für den Aufbau unseres körpereigenen Eiweißes. Das
Fleisch des Wildes ist in der Faser zarter als das Fleisch unserer
landwirtschaftlichen Nutztiere. Da der Cholesteringehalt wesentlich vom Fett
abhängt, ist Wildfleisch sehr cholesterinarm. Fettinhaltsstoffe treten
bekanntlich als Geschmacksträger auf, wobei bereits ein Gewichtsanteil von
ein bis zwei Prozent genügt, um diese Eigenschaft voll wirksam werden zu
lassen – und dieser Mindestanteil ist bei Wildbret gegeben. Der Geruch des
Fleisches ist für jede Wildart zwar verschieden, aber sehr dezent und
artspezifisch typisch. Hinsichtlich der Fleischfarbe unterscheidet sich das
Wildbret (Schalenwild) von den Schlachttieren dadurch, dass es kräftig rot
bis sehr dunkel ist.
Ernährungsexperten empfehlen Wildbret
Bei der Ernährung des Menschen stellt Fleisch einen
wichtigen Nährstoff- und Eiweißlieferanten dar. Die Deutsche Gesellschaft
für Ernährung empfiehlt daher, hinsichtlich der Eiweißzufuhr jeweils die
Hälfte aus tierischen und aus pflanzlichen Quellen zu decken. Probleme mit
den Fleischwaren, z. B. Würsten, ergeben sich allerdings dadurch, dass damit
häufig zu viel verstecktes Fett aufgenommen wird. Gerade darin liegt einer
der wesentlichsten Vorteile des „mageren“ Wildfleisches. Deshalb wird von
Ernährungsfachleuten, wenn es um Empfehlung von Fleisch und Fleischprodukten
geht, Wildfleisch gleichrangig mit Rind-, Kalb-, Hühner- und Putenfleisch
genannt. Es eignet sich daher auch hervorragend für die moderne Diätküche.
Fleischverzehr in Österreich
|
Verzehr pro Kopf |
|
Schwein |
39,4 kg |
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Rind |
12,3 kg |
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Geflügel |
8,6 kg |
|
Kalb |
1,3 kg |
|
Innereien |
0,9 kg |
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Schaf |
0,8 kg |
|
Wild |
0,5 kg |
Unterschied zwischen Nutztieren und
Wildtieren
Für den Genusswert des Fleisches ist einerseits
dessen Anteil an Bindegewebe, der möglichst gering sein sollte, und
andererseits der Durchmesser der Muskelfasern ausschlaggebend, der bei
Wildtieren deutlich kleiner ist als beim Fleisch landwirtschaftlicher
Nutztiere, was die besondere Zartheit ausmacht. Das Fleisch unserer
Schlachttiere ist meist reich an Bindegewebe. Zusätzlich sind oft gut
sichtbare Fetteinlagerungen im Bereich des Bindegewebes vorhanden, die als
deutliche „Marmorierung“ erkennbar sind. Ein hoher Bindegewebsanteil senkt
die Verdaulichkeit des Fleisches. Die dunkle Farbe des Wildfleisches kommt
dadurch zustande, dass Wild nicht geschlachtet, sondern erlegt wird und
deshalb zumeist einen geringeren Ausblutungsgrad aufweist. Zusätzlich hat es
einen höheren Anteil an Muskelfarbstoffen als das Fleisch der Nutztiere.
Biofaktor Wildbret
Insbesondere im Zusammenhang mit Lebensmitteln wird
sehr häufig der Begriff „Qualität“ verwendet. Was ist in diesem speziellen
Fall darunter zu verstehen? Die Summe aller Anforderungen, die man an ein
Lebensmittel stellt, fasst man unter dem Begriff „Qualität“ zusammen.
Zusätzlich gewinnen Qualitätsaspekte wie „Ethische Qualität“ und
„Ökologische Qualität“ eines Lebensmittels immer größere Bedeutung.
Hinsichtlich des ethischen Wertes is Wildbret dem Fleisch der Schlachttiere
weit überlegen, was die Haltung, die Fütterung, den Transport und die
Schlachtung betrifft.
Die ernährungsphysiologisch-hygienische Qualität
ist sicher der wichtigste Faktor. Darunter versteht man zum Beispiel die
biologische Wertigkeit des Fleisches, die bei Wild besonders hoch ist, oder
den Nährstoffgehalt und natürlich das Freisein von Krankheitserregern bzw.
gesundheitsschädigenden Rückständen. Für die psychologische Qualität eines
Lebensmittels sind Faktoren wie Erscheinungsbild, Verpackung, Geruch,
Geschmack oder auch die Bequemlichkeit der Zubereitung von Bedeutung.
Von ökologischem Wert des Fleisches spricht man in
Verbindung mit durch die jeweilige Tierhaltung verursachten
Umweltbelastungen (z.B. Staub, Geruch, Harn oder etwa Kot). Da diese Probleme im Zusammenhang
mit Wildtieren aus freier Wildbahn von völlig untergeordneter Bedeutung
sind, kann man von einer sehr hohen ökologischen Qualität des Wildbrets
sprechen.
Eigenschaften von Fleisch
|
Tierart |
Eiweiß | % |
Fett | % |
Kohlenhydrate | % |
kJ/100 g |
kcal/100 g |
|
Kalb |
16-21 |
1-15 |
0,4-0,5 |
400-860 |
95-205 |
|
Rind |
16-19 |
10-14 |
0,3-0,5 |
840-1.425 |
200-350 |
|
Schwein |
10-14 |
35-55 |
0,3-0,5 |
1.675-2.510 |
400-600 |
|
Schaf |
14-20 |
6-33 |
0,2-0,4 |
755-1.885 |
180-450 |
|
Ente |
16-21 |
6-29 |
0,2-0,4 |
630-1.360 |
150-325 |
|
Gans |
14-16 |
26-32 |
<
0,1 |
1.300-1.530 |
310-365 |
|
Huhn |
17-21 |
5-25 |
<
0,1 |
610-1.215 |
145-290 |
|
Pute |
18-23 |
5-23 |
0,1-0,5 |
630-1.170 |
150-280 |
|
Taube |
16-22 |
1-2 |
0,2-0,5 |
400-440 |
95-105 |
|
Hase |
20-23 |
0,9-5 |
0,1-0,5 |
480-545 |
115-130 |
|
Hirsch |
18-22 |
1-5 |
0,2-0,5 |
440-525 |
105-125 |
|
Reh |
21-23 |
0,7-6 |
0,2-0,5 |
440-560 |
105-135 |
|
Wildente |
19-23 |
2-3 |
0,3-0,5 |
460-500 |
110-120 |
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